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Der Italia 2000

Der Triumph Italia 2000 sah aus wie ein sicheres Erfolgsrezept und hätte dies auch sein können. Richtig beworben wäre die Kombination aus robustem Triumph-Motor und TR3-Chassis mit der attraktiven italienischen Karosserie von Giovanni Michelotti unwiderstehlich gewesen. Wie dies jedoch so oft der Fall ist, kam alles anders als geplant.

1957 gründete Dr. Salvatore Ruffino ein Unternehmen zum Vertrieb der Standard-Triumph-Automobile in Italien. Darüber hinaus wollte die in Neapel ansässige Ruffino S.p.A ihren eigenen Sportwagen bauen und zog hierzu Designs von Zagato und Michelotti für ein Coupé basierend auf einem TR3-Chassis in Erwägung.

Nach informellen Verhandlungen brachte die Ruffino S.p.A mit Standard-Triumph einen Vertrag über die Lieferung des TR3A-Rolling Chassis und anderer mechanischer Bauteile unter Dach und Fach. Die geplanten 1000 Stück sollten in Italien vom Turiner Hersteller Vignale Coachworks gebaut werden, die ersten 500 im Jahr 1960 und der Rest 1961.

Beim Debüt des Prototyps des Italia 1958 anlässlich der Turiner Automesse weckte das smarte Coupé beträchtliches Interesse. Das attraktive Gefährt zeichnete sich durch seine Aluminiumkarosserie, seine charakteristische nach vorn abfallende Fronthaube, hinter Glas liegende Scheinwerfer und weitere ungewöhnliche Ausstattungsdetails aus. Nach einigen Abänderungen am Originaldesign wurde jedoch eine endgültige allgemeine Spezifikation ausgearbeitet und das Fahrzeug war bereit für die Produktion.

Als Standard-Triumph mit finanziellen Schwierigkeiten und Problemen mit seinen Arbeitern kämpfte, beschloss die Ruffino S.p.A. im Juli 1959, den Italia mit einer speziellen Stahlkarosse auf einem leicht abgeänderten TR3A-Chassis zu bauen. Angesichts der Bestrebungen von Leyland zur Übernahme von Standard-Triumph im Jahr 1960 und der bevorstehenden Markteinführung des neuen TR4-Modells stieg Standard-Triumph aus dem Geschäft mit der Ruffino S.p.A. aus, nachdem erst 329 Chassis geliefert waren. Wie es scheint, verlor Standard-Triumph kurz nach den Tests des Italia das Interesse, jedoch nicht, weil mit dem Fahrzeug etwas nicht gestimmt hätte, sondern wohl eher, weil es eine Konkurrenz zum TR-4 hätte darstellen können. Der Name Triumph Italia wurde fallen gelassen und der Wagen in Italia 2000 umbenannt. Die Produktion lief dann noch weiter bis Mitte des Jahres 1962.
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